Mag. Anja Flaume

anja.flaume@zslabyrint.cz

Mein Aufgabenbereich in der Schule:

Als muttersprachliche Deutschlehrerin bin ich in Lhota für den Deutschunterricht zuständig. Ich arbeite mit den Schülern des 6./7. und 8. Jahrgangs, aber auch mit den Kindern des 1.-3. Jahrgangs. Da mein Tschechisch nicht perfekt ist, sollen die Kinder und ich möglichst viel auf Deutsch kommunizieren.

Ausbildung und Berufserfahrung:

In Deutschland habe ich die Ausbildung zur Erzieherin gemacht und einige Jahre im Kindergarten gearbeitet. Nach einer weiteren Ausbildung zur Motopädin habe ich in einem Internat für Kinder und Jugendliche gearbeitet, die im schulischen und familiären Umfeld Probleme hatten und eine intensive Begleitung brauchten. 2003 bin ich nach Tschechien gezogen und nach der Elternzeit unserer ersten zwei Kinder habe ich für drei Jahre in einem tschechich-deutschen Kindergarten in Prag gearbeitet und erlebt, wie wunderbar bilinguale Erziehung auch außerhalb der Familie funktioniert. Während meiner Elternzeit mit unseren drei weiteren Kindern habe ich an der Schlesischen Universtät in Opava Lehramt für Deutsch studiert. Während der 15 Jahre, die ich nun schon in Tschechien lebe, habe ich an verschiedenen Schulen, Sprachschulen, Kindergruppen und Firmen Deutschunterricht erteilt und dabei fast alle Altersgruppen und verschiedenste Gruppengrößen erlebt. Als Mutter von fünf Kindern erlebe ich tagtäglich wie bereichernd die Zweisprachigkeit für unsere Familie ist.

Warum habe ich mich entschieden, Teil im Team der Schule Labyrint zu werden?

In Deutschland sind alternative Schulformen schon länger von der Gesellschaft akzeptiert und gehören zur normalen Schullandschaft. Hier ist es noch etwas Neues und der Aufbau und die Einrichtung einer solchen Schule braucht viel Engagement, Kraft und Durchsetzungswille. Das haben die Initiatoren von Lhota mitgebracht und das hat mich beeindruckt. Da ich in den Schulen meiner eigenen Kinder überwiegend klassische Lehrmethoden sehe, bin ich nun auf viele neue Erfahrungen und Denkanstöße gespannt und hoffe diese in meine Arbeit einfließen zu lassen. Erste praktische Erfahrungen mit dem Alltag in Lhota habe ich schon mit meiner Deutschgruppe machen können, die einmal wöchentlich mit den jüngsten Kindern stattgefunden hat.